Einen Kaffeestrauch aufziehen

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Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke des Menschen, in Deutschland liegt es sogar noch vor dem Bier. Ob Latte Macchiato, Espresso oder Café Creme, sie alle haben gemeinsam, dass für ihre Herstellung die Kaffeebohne gebraucht wird. Die Kaffeeproduktion ist eine der wichtigsten Branchen weltweit, aber wie wäre es, die eigenen Kaffeebohnen zu Hause zu züchten?
Zur Aufzucht eines Kaffeestrauchs braucht es nicht viel Vorwissen. Lediglich auf ein paar Sachen sollte man achten. Der Kaffeestrauch (Bot. Coffea arabica) gehört in die Familie der Krappgewächse. Es gibt insgesamt circa 60 verschiedene Coffea-Arten, davon wird aber nur die Sorte Arabica als Kaffeebohnenlieferant genutzt. Die Pflanze stammt aus den höheren Lagen in Äthopien. Der Kaffeestrauch besitzt dunkelgrüne, leicht gewellte Blätter, die um die 5 cm lang werden. Unter idealen Bedingungen kann man mit den ersten Blüten, die weiß sind und in den Blattachseln sitzen, nach circa 3-4 Jahren rechnen. Kaffeesträucher sind Selbstbestäuber. Steht die Pflanze in einem Raum, kann dies mit einem Pinsel erledigt werden. Der Strauch trägt rote Früchte, die wie zu kleine Kirschen aussehen. Es dauert ungefähr acht Monate, bis sie reif sind, und sie erhalten genau zwei Samen pro Frucht, die man geröstet als Kaffeebohne wiedererkennt.
Im Handel sind nur selten die Früchte zu finden, Samen kann man jedoch problemlos kaufen. Die Keimzeit beträgt etwa einen Monat bei einer Temperatur von mindestens 25 Grad. Als Substrat eignet sich am besten spezielle Anzuchterde. Saatschalen eignen sich genauso gut wie kleine Joghurtbecher, wichtig ist nur, dass die Pflanztiefe maximal 1 Zentimeter betragen darf. Nach dem Keimen ist es wichtig, der Pflanze viel Licht zur Verfügung zu stellen. Geachtet werden muss auch auf eine regelmäßige Wässerung, gedüngt werden muss jedoch in den ersten zwei Monaten nicht.
